D
ie
Pfadfinderbewegung


Die Pfadfinderbewegung begann 1907 mit einem Zeltlager auf Brownsea-Island und wurde von Robert Baden-Powell (BP) organisiert. Durch sein Buch "Scouting for Boys" und seine Popularität als Kriegsheld, fanden BPs Ideen schnelle Verbreitung. Daraufhin entstanden in ganz England Pfadfindergruppen, auf die man auch im Ausland aufmerksam wurde. So ist die Pfadfinderbewegung heute die größte Jugendbewegung der Welt.
Kennzeichnend für die Pfadfinderbewegung sind:

C
hristliche Pfadfinderschaft
Deutschlands


Die Christliche Pfadfinderschaft Deutschlands (CPD) ist ein Bund von Mädchen und Jungen, Frauen und Männern. Sie begreift sich als Gemeinschaft, in der Jugendliche zu verantwortungsbewußten Persönlichkeiten, die demokratisch denken und handeln, erzogen werden. Die Grundlage unserer Arbeit bildet der christliche Glaube. Unsere Arbeitsformen entstammen dem Pfadfindertum und stehen in der Tradition der deutschen Jugendbewegung. Die CPD ist Teil der evangelischen Jugend, und ihre einzelnen Gliederungen wirken aktiv in den örtlichen Kirchengemeinden mit. Dies geschieht in Ausrichtung auf die Ökumene.
Die CPD unterteilt sich in Landesmarken, welche wiederum in regionale Gaue unterteilt werden. Der Gau Alemannen bildet hierbei, zusammen mit dem Gau Burgund, eine Besonderheit, da es sich um einen bundesunmittelbaren Gau handelt, d.h. er ist keiner Landesmark zugeordnet. Die einzelnen Ortsgruppen werden Neuanfänge, Siedlungen oder Stämme bezeichnet. Der Gau Alemannen beispielsweise besteht aus sechs Stämmen und einer Siedlung.


A
nmerkungen zum
Gau Alemannen


Der Name dieses Gaus bezieht sich auf eine antike und frühmittelalterliche Bevölkerungsgruppe, die vor allem im heutigen Baden-Württemberg und Elsass lebten. Der Name Alemannen wird so erklärt, dass sich "alle Mannen" dem römischen Feind entgegenstellen.
Es ist nicht viel darüber bekannt, wann die Alemannen den christlichen Glauben angenommen haben. Die deutlichsten Hinweise auf ein Christentum bei den Alemannen geben zum einen Kirchenbauten und Bestattungen in Kirchen, zum anderen Goldblattkreuze, die dem Toten bei der Bestattung auf ein Totentuch genäht und aufs Gesicht gelegt wurden.

Das Kreuz, das den Mittelpunkt unseres Gaubanners bildet, ist einem solchen Goldblattkreuz nachempfunden, welches in Hintschingen an der Donau gefunden wurde.
Die Worte, die das Kreuz umgeben (DEVS IN ADIVTARIVM TVO INTEN), waren so auf der Riemenzunge eines Gürtels eingraviert, die in Ebenhofen im Ostallgäu gefunden wurde. Es ist der Beginn von Psalm 69,2 in verderbten Latein und bedeutet: "Gott wird dir Hilfe zuteil werden lassen." Wer diesen Gürtel trug, sollte Gottes Hilfe erleben.
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