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auwölflingslager auf dem Langenhardt (19. – 21.10.07)

Dieser Bericht von Meute Biber erschien am 15.03.2009 um 16:26 Uhr.

Zwölf junge Mädchen unseres Pfadfinderstammes nahmen am Wochenende vom am Gauwölflingslager bei Lahr teil.
Oben auf dem Langenhardt, einem Haus und Ökostation eines Jugendwerkes, herrlich inmitten goldenen Herbstwaldes auf einer Bergkuppe gelegen, trafen wir uns mit etwa 80 anderen Wölflingen und betreuenden Pfadfindern zur Begrüßung. Oben, unter dem Dach des Hauses fanden im Schlafsaal alle einen Platz zum Lagern, dann ging es gleich wieder hinaus um die abwechslungsreiche Spielanlage mit Baumhaus, Seilbahn, Hängematte, Kräutergarten, Schaukeln u.v.m. zu erobern.
Nach reichhaltigem Abendbrot und einer Andacht über „Wertvoll sein“ und Gemeinschaft wurden draußen noch „Spiele für Viele“ im Dunkeln gespielt: „Einfrieren“ und Ketten - Fangi waren die großen Renner. Es war spät, als alle in ihren Schlafsack krabbelten und der Geschichte vom kleinen Piraten lauschten und noch viel später, bis auch das letzte Tuscheln in Schlaf überging.
Dennoch wachten die Ersten schon um halb sechs Uhr wieder auf, um ja nichts vom Piratentag zu verpassen. Frühstück, mit Kuchen (wir hatten zuviel bekommen), Andacht über die Elemente und schnell als wilde Piraten verkleidet, dann konnte das große Tages-Geländespiel beginnen:
In vier große Flotten eingeteilt bekamen wir weit auseinander liegende Flottenstützpunkte, jeweils mit einem Admiral besetzt, zugewiesen. Von dort aus zogen Boote (Seil) mit je vier neu rekrutierten Mannschaftsmitgliedern los auf der Suche nach Posten, bei denen Aufgaben zur Erlangung echter Piratenfähigkeiten gelöst werden mussten. So wurden Knoten, Morsezeichen und Waldläuferzeichen abgefragt, man musste sich im Deck schrubben und Boote falten beweisen, oder aber Seemannslieder dichten und vorsingen und eine eigene Piratengeschichte erfinden. Je nachdem errang jeder Einzelne den Status eines Matrosen, Maates oder Offiziers… Leider war es am Vormittag bitter kalt, so dass so einige schicke Piraten etwas froren und sich nach erfüllten Aufgaben gerne ins Haus zum Mittagessen begaben.
Die Küche wurde übrigens professionell von zwei „alten“ Pfadis „geschmissen“ – es war immer lecker und fast immer pünktlich fertig!
Am Nachmittag wärmte zum einen die Sonne immer mehr und beim Piratenspiel ging es ebenfalls lebhafter zur Sache: Nun galt es nämlich, Goldstücke bei den wandernden Schatzträgern zu ergattern und diese wohlbehalten zum eigenen Flottenstützpunkt zu transportieren. Hierbei war es wichtig, immer als vollständiges Boot zusammenzubleiben, was feindliche Boote und Piratenjäger natürlich zu verhindern versuchten, so dass es zu dem ein oder anderen Gerangel (ohne Verletzte!!!) kam. Außerdem wurden unsere Kämpfe von einer riesigen durchwandernden Schafherde unterbrochen, die immens viele Lämmchen zum Anschauen mit dabei hatte.
Voll bepackt mit dem Goldschatz ging es zurück zum wärmenden Tee und stärkenden Kuchen, danach war ein wenig Freizeit bis zum Abendbrot angesagt, die überwiegend spielend oder ausruhend im Schlafraum oder weitertobend im Garten verbracht wurde.
Gut mit Spaghettis abgefüttert trafen wir uns draußen zum Höhepunkt des Tages: Mit einem Schweigemarsch liefen wir durch die Dunkelheit zu einem Platz, an dem eine kurze Andacht und die Aufnahme von Jungwölfen und Wölfen stattfanden - auch von uns bekamen drei Mädels endlich ihr grünes Halstuch für ihr Wolfsversprechen überreicht. Auch hier war es wieder bitter kalt, dass trotz Feierlichkeit alle froh waren als wir im Speiseraum mit heißem „Wolfsblut“ erwartet wurden und nachdem alle wieder aufgetaut waren sangen wir gemeinsam einige Lieder. An diesem Abend wurde es im Schlafsaal schneller still!
Der Sonntagmorgen stand nach einer schönen Andacht mit der „Swimmy“ - Geschichte nur noch im Zeichen des Packens, Aufräumens und Putzens, da um 11:00 Uhr alle Wölflinge abgeholt wurden.
Für unsere Biber war es ein besonderes Ereignis, ein Wochenende mit so vielen Wölflingen in Gemeinschaft zu verbringen, solch großes Geländespiel, regelmäßige Andachten, die feierliche Aufnahme zu erleben und neue Freunde aus Heitersheim, Badenweiler, Lahr, Seelbach oder Ettenheim zu finden. Insgesamt ist es für uns alle ein ereignisreiches und wunderschönes Wochenende gewesen – Ahoi!
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