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7. Deutscher Katholikentag in Osnabrück (21. - 25.05.2008)

Dieser Bericht von Steffi erschien am 11.04.2009 um 17:53 Uhr.

Wie jedes Jahr fuhr auch wieder dieses Jahr unsere Helfergruppe auf einen Katholikentag, der dieses Jahr in Osnabrück stattfand. Unser Helfergruppe bestand dieses Mal aus 11 Personen – Claudius, Numo, Chrischdel, Katrin, Bob, Justina und Philipp aus Seelbach, Papagei aus Lahr sowie Claudia, Frau Mangels und Steffi aus Ettenheim. Thomy, der unser HL war, war schon einige Tage vor uns in den Norden gefahren. Wir trafen uns am Dienstagabend in Lahr am Bahnhof und fuhren mit den City Night Line im Liegewagen nach Osnabrück.
Am Mittwochmorgen kamen wir alle sehr ausgeruht in Osnabrück an. Als erstes
suchten wir unseren zukünftigen Einsatzort die Schlosswallhalle die von den
Einheimischen eigentlich nur Wallhalla genannt wurde. Und wie der Zufall es wollte war
Thomy hier HL. Nachdem wir dann die Zweitgrößte Halle Osnabrücks begutachtet
hatten stellten wir unser Gepäck ab und frühstückten im Bahnhof bei einem Bäcker.
Danach machten wir uns auf den Weg zur Helferzentrale erhielten unser
Helferpaket und bezogen unsere Schule. Unser Klassenzimmer das für die
nächsten Tage unser Quartier war lag im 4. Stock direkt unterm Dach,
und wir mussten gefühlte 500 Stufen nach oben, und wehe man hatte
etwas vergessen, dann musste man den ganzen Weg wieder zurück und seinen Helferausweis, die Sonnenbrille oder was man sonst so vergessen hatte hohlen. Manche von uns entwickelten ein Talent dazu immer irgendwas zu vergessen…
Nachdem wir das Klassenzimmer bezogen hatten ging es wieder zurück in die Walhalla um aufzubauen und vor allem zu Papphockern, außerdem holten wir Stühle die bis unters Dach gestapelt waren aus einer der Unzähligen Garagen aus der Sporthalle.
Als wir dann unsere Arbeit getan hatten ging es zum Essen (es gab 1 mini Teller Gemüsesuppe) und hinterher zum Eröffnungsgottesdienst, bei dem wir an der Bühne eingesetzt waren um Fluchtwege abzusperren.

Donnerstag 22. Mai 2008
Nachdem der der gestrige Tag schön ausgeklungen war meinte unser Gauführer er musste uns vergessen sein Handywecker auszuschalten und so weckte er uns bereits um 5.30 Uhr. Claudius wachte allerdings als letzter davon auf so beschlossen wir noch weiterzuschlafen da wir ja erst nachmittags Dienst hatten. Leider hatten wir nicht lange Ruhe denn um 6.00 Uhr ertönte der Schulgong und riss uns erneut aus dem schlaf. Irgendwann standen wir dann doch auf und gingen zum Frühstücken. Beim Frühstück wurden uns Fragebögen (besser gesagt Fragenkataloge) in die Hand gedrückt bei dem man seine Erfahrungen etc. bezüglich des Katholikentags ausfüllen sollte. Claudia fand die Antwortmöglichkeiten besonders gut den zum Beispielsweise Punkt „mit wem sind sie angereist“ konnte sie fast alle Punkte mit zutreffend ankreuzen (Eltern, Ehepartner, Freunde, Verein, Jugendgruppe). Nach dem Frühstück machten wir uns in verschiedenen Kleingruppen auf um Osnabrück zu erkunden. Anschließend hatten wir dann Dienst bei einem Vortrag der Familienministerin Ursula von der Leyen sowie eine Podiumsdiskussion mit Kurt Beck.
Nach getanem Dienst ließen wir in der Stadt sowie in der Taizéandacht den Abend gemütlich ausklingen.

Freitag 23.Mai 2008
Heute hatten wir erst nachmittags bei Schäuble Dienst, also schliefen die Meisten von uns aus (naja soweit dies ging). Nach Frühstück gingen wir wieder in kleinen Gruppen los in die Stadt, in den Zoo oder auf die Medien- und Kirchenmeile. Um halb vier fanden wir uns dann wieder alle gemeinsam in der Walhalla ein um unseren Dienst anzutreten.
Unsere erste Anweisung war Bühnenumbau und große Zimmerpflanzen vor den Bühnenaufgang zu stellen extra für Herrn Schäuble da man nicht sehen sollte wie er im Rollstuhl auf die Bühne getragen wird.
Nach einer Langweiligen Schicht bekamen wir eine Sonderschicht bei Culcha Candela bei der wir hinter der Bühne absperren sollten. Viele von uns freuten sich auf diese Sonderschicht da sie hofften etwas vom Konzert mitzubekommen – leider war dem nicht so, da wir ab vom Schuss in einem Park den Rettungsweg frei halten sollten und leider nur den Bass mitbekamen. Claudia und ich fühlten uns wie im Affenkäfig weil wir von Gittern umgeben waren – vor uns Absperrgitter, hinter uns Bauzaun und rechts und links Hauswände… Diese Schicht war wirklich sehr bescheiden denn außer Chrischdel und Dschastin, die für eine Stunde auf einem Ausweichplatz mit Übertragungsleinwand waren, bekam keiner etwas vom Konzert mit – naja bis auf den Bass der gerade noch bei uns ankam. Abgesehen von dieser Pleite war auch noch an diesem Abend Helferfest das so gerade vorbei war als wir dort nach unserer Schicht ankamen.

Samstag, den 24. Mai 2008
Am Samstag begann unsere Schicht auch erst wieder am Nachmittag das hieß wir hatten wieder genügend Zeit ein letztes Mal in die Osnabrücker Innenstadt zu gehen. Justina, die am Donnerstag ihr Traumkleid gefunden hat kaufte nun ihr Ballkleid für den Abschlussball. Andere nutzten den Vormittag um essen zu gehen, da das Essen auf diesem Katholikentag mehr als nur bescheiden war.
Um 13 Uhr begannen wir unseren Dienst, der heute nur aus herumsitzen bestand wir tranken Kaffee, malten, lernten Vokabeln oder die mündliche Prüfung oder machten sonst eigentlich nicht viel – aus lauter Langeweile betätigten sich die Seelbacher Jungs dann am halleneigenen Fitnessraum (der selbst zusammengeschustert war). Wir anderen duschten ausgiebig in der Halle da die Duschen in der Schule so kalt waren dass man sich kein zweites Mal darunter stellte.
Da wir uns so gelangweilt hatten und den ganzen Tag nichts zu tun hatten besorgte Thomas uns eine Sonderschicht! Heute hatten wir die Aufgabe die Rettungswege rings um das Wiese Guys Konzert freizuhalten und im Gegensatz zum gestrigen Tag hatten wir richtig viel Glück denn wir bekamen das komplette Konzert mit. Chrischdel, Justina und ich durften sogar für eine Stunde mitten ins Getümmel und nur das Konzert genießen. Nach jetzt wird Sommer, Schiller, du gehst mir nicht mehr aus dem Kopf und vielen anderen guten Liedern halfen wir noch bis 0.00 Uhr die Bühne abzubauen.

Sonntag, 25.05.2008
Gnadenlos klingelte unser Wecker um 5.00 Uhr!!! Nach etwa 4,5 Stunden Schlaf ging es nach dem Frühstück zum Abschlussgottesdienst ins Osnabrücker Stadion.
Wie üblich waren wir wieder eine der ersten Gruppen die zu ihrem Dienst kamen und wurden auch schon mit „Ah die Gruppe Doms – wie immer pünktlich“ begrüßt. Wir bekamen den Nordausgang zugewiesen (ein Tor das ca. 5m breit ist). Unsere Aufgabe war es die Bannerträger zu kontrollieren indem wir alle die Banner ausrollen ließen. Natürlich gab es erlaubte Banner wie die von der KJG oder der Kolping, die unerlaubten wurden nicht freiwillig ausgerollt und versucht heimlich hineinzubringen Besenstiele wurden vorsorglich eingesammelt. Und verdächtige Personen (vor allem Frauen in langen schlabbrigen Röcken) wurden mit einem „Schatten“ versehen und wurden überall hin verfolgt und vor der Aktion zurückgehalten. Wie zum Beispiel Numo, der eine ältere Frau mit Eierkarton verfolgt hatte und aufpasste, dass niemand ein Ei an den Kopf bekam. So verging der Gottesdienst und so auch der diesjährige Katholikentag in Osnabrück.
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