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as Gau-Winterlager (02.01.07 - 06.01.07)


Dieser Bericht von Christina Küchle (Chrissi) erschien am 15.03.2009 um 16:21 Uhr.

Vierundfünfzig Pfadis aus dem Gau hatten sich bei mehr oder weniger Nieselregen aufgemacht zum Unterschembachhof der evangelischen Gemeinde in Hornberg. Kurz nach Hornberg allerdings wandelte sich der Regen langsam und Schnee fiel… Angekommen bezogen wir unsere Zimmer, begrüßten uns gegenseitig und trafen uns dann zur Lagereröffnung und zum ersten Programmpunkt: einem christlichen Hauschaotenspiel zum Kennen lernen: Es war kurz nach Weihnachten, die Geburt Jesu hatte sich bereits herumgesprochen und alle wollten zur Krippe eilen. Doch alle auf einmal wären zu viel gewesen, Kleingruppen mussten sich finden. Dazu war für jeden Mitspieler rund um das Haus ein Zettel mit der Beschreibung eines weiteren Gruppenmitglieds versteckt, sodass sich bald je fünf oder sechs Pfadis zusammengefunden hatten um die Krippe zu besuchen. Doch oh schreck, sie fanden nur eine weinende Maria vor, das Kind war von Herodes entführt worden! Um seinen Aufenthaltsort zu erfahren galt es nun vorgegebene Bilder im Haus zu finden und die darauf stehenden Aufgaben (z.B. Namensschilder basteln) zu erfüllen oder Fragen zu beantworten. Für jede Antwort gab es ein Stück Karte, sodass nach einer gründlichen Suche in der Umgebung das Kind wieder in die Arme seiner Mutter gelegt werden konnte. Zum anschließenden Abendessen gab es dann Kartoffelpuffer mit Apfelmus und gestärkt traf man sich dann im Kaminzimmer um sich auf die Korsikafahrt der Badenweilerer Pfadis des vergangenen Sommers entführen zu lassen. Nach Abendwache und Losung ging es dann ins Bett oder es wurde noch gespielt…
Am nächsten Morgen war alles weiß geworden, fast die ganze Nacht hatte es geschneit! So machten wir uns gleich nach dem Frühstück auf um einen geeigneten Schlittenhang zu finden. Einen idealen fanden wir leider nicht, jedoch konnte man toll bauen, unter anderem zwei Riesenschneekugeln…. Nach dem Mittagessen ging es noch mal raus um auch das letzte bisschen Schnee dieses Jahres auszukosten und dann gab es relativ früh Abendessen, denn danach ging es wieder raus. Hinter dem Hof befand sich eine tolle, schneebedeckte Spielwiese, es wurden zwei Gruppen gebildet und es musste versucht werden die Fackel der gegnerischen Mannschaft mit Schnee auszuwerfen oder eben die eigene zu verteidigen. Nachdem alle wieder trocken waren ging es dann noch ins eher regnerische Irland, denn Ettenheim zeigte Bilder seiner Großfahrt und stellte danach über ein Quiz die Zuhörer auf die Probe.
Mittwochmorgen gab es schon weniger Schnee, doch das machte nichts, denn Badenweiler hatte einen tollen Ständetag vorbereitet. Vormittags galt es in Kleingruppen bei verschiedenen Posten sein Pfadiwissen unter Beweis zustellen. Nach dem Mittagessen ging’s dann erstmal raus zu Spielen für Viele. Riese, Zwerg und Zauberer, Bison brich aus und Schutzschild und Jäger boten genügend Gelegenheit sich auszutoben und sich wieder mit neuem Elan in den Ständegruppen zu treffen, über verzwickte Situationen zu diskutieren und schließlich ein kurzes Theaterstück darüber auszuarbeiten und aufzuführen. Den ganzen Tag lang ging es darum „Superscout“ zu werden und nach den Theateraufführungen war es dann soweit, sie standen fest! Als Preis gab es ein Fotoshooting und ein Interview für die bekannte Zeitung „Ostrakon“! Nach einem leckeren Abendessen trafen wir uns oben in der Tenne um stammesweise gegeneinander anzutreten. Es wurden Geschichten erzählt, Spontantheater gespielt und im Finale mussten Lahr-Seelbach und Heitersheim unter erschwerten Bedingungen, wie Zeitlupe, chinesischer Sprache, singen, Märchen aufführen. Der begeisterte Applaus entschied knapp, dass Lahr-Seelbach zum Sieger ausgerufen wurde. Freitagmorgen gab es dann einen Postenlauf. In zehn Gruppen wurde die Geschicklichkeit unter Beweis gestellt, Pantomime gespielt, Begriffe gemalt, Mohrenköpfewettgegessen, ein Tennisball auf einem Ring an Schnüren auf einer Flasche platziert, Flaschentauchen gespielt, Tischtennisbälle durch einen Parcours gepustet und noch mehr. Nachmittags wurde dann nach British Bulldog und dem Gordischen Knoten zwischen den besten Gruppen ein Stechen ausgetragen und den Mitgliedern der besten Gruppe je einen Holzlöffel mit eingebranntem Namen überreicht. Nach dem echt scharfen Abendessen machten wir uns bereit für die Aufnahmen. Nach dem Schweigemarsch und einer schönen Andacht gab es Jupfiaufnahmen und auch zwei Knappen erhielten ihre Nadel. Im Anschluss daran gab es noch eine kurze Wanderung und anschließend gab es Tschai und eine Singerunde. Samstagmorgen konnten wir eine halbe Stunde länger schlafen und kamen dann zu einem Gottesdienst, den Claudi aus Peru für uns vorbereitet hatte. Danach wurden wir von der Küche mit Rühreiern und einem auch sonst sehr leckerem Frühstück verwöhnt. Danach hieß es fertigpacken und putzen. Im anschließenden Abschlusskreis wurde Susi und Claudia gedankt, die uns mit hervorragendem Essen verwöhnt hatten, Martin für die Organisation der Hütte gesorgt hatte und allen, die beim Programm mitgeholfen hatten.
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