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autag in Ettenheim - Grosses Indianergeländespiel (05. - 06.05.2007)

Dieser Bericht von Johannes Küchle erschien am 15.03.2009 um 16:22 Uhr.

Als pünktlich um 9.30 Uhr die Teilnehmer aus Staufen, Seelbach, Lahr und Ettenheim am Brudergarten eintrafen, standen dort bereits schon Jurte und Kohte und das Spielgebiet war bereit für das Spiel.
So konnte es gleich losgehen. Zunächst wurden die drei Indianerstämme per Schatz mit Stammesfarbe ziehen ermittelt, und dann noch per Tauschen ausgeglichen. Dann bekam jeder der drei Stämme von ihrem „Stammesweisen“ eine Einführung in das Spiel.
Im Teil am Vormittag sollte es darum gehen, Vorbereitungen für die Kämpfe am Nachmittag zu treffen. Dafür musste jeder Indianer einen „Schatz“ mit seinem Namen beschriften und bei den Schamanen abgeben.
Dann begaben sich die Stämme zu ihrem jeweiligen Heiligtum. Dort wurde nun die Kriegsbemalung aufgelegt und jeder bekam einen Kopfschmuck. Außerdem wurde das Kriegsbeil, mithilfe von überlieferten Hinweisen in Indianerschrift, ausgegraben. Dies dauerte einige Zeit, da leider keiner der Indianer mehr der alten Indianerschrift mächtig war, und diese mit einem Alphabet entziffert werden musste.
Nun mussten die Indianer die inzwischen beschwörten Schätze bei den Schamanen abholen. Allerdings musste man die Schamanen innerhalb des Spielgebiets suchen und dann auch noch nett sein, wenn man seinen Schatz erhalten wollte.
Die letzte Aufgabe der Stämme vor dem Mittagessen bestand nun darin, die Schätze innerhalb des Heiligtums zu verstecken. Dabei war der Kreativität der Stammesmitglieder nur durch eine Höhenbegrenzung (max. 2m über dem Boden) Einhalt geboten. Dementsprechend wurden die Schätze sehr tief vergraben und noch durch Laub, Steine und Stöcke vor Entdeckung geschützt.
Um 12.30 Uhr ging es dann zum Mittagessen. Es gab BWK in ausreichenden Mengen, sodass sich alle Indianer für den nun kommenden kriegerischen Teil stärken konnten.
Ab 14.00 begaben sich die Stämme auf den Kriegspfad. Die Stämme hatten nun die Aufgabe einen Häuptling zu wählen, der während des Spiels die Aufgabe hatte Lebenszettel (Skalpe) zu verteilen und eroberte Skalpe und Schätze der anderen Stämme entgegen zu nehmen. Die restlichen Krieger machten sich auf den Weg, gegnerische Heiligtümer auszurauben und die Schätze (immer nur einen!) zum Häuptling zu bringen. Außerdem musste natürlich auch das eigene Heiligtum bewacht und unterwegs Skalpe gesammelt werden. Dabei entspannen sich spannende und verlustreiche Kämpfe, doch die Fairness wurde immer gewahrt (kontrolliert durch Schamanen und die Stammesweisen).
Langsam wuchs bei den Häuptlingen die Anzahl der Skalpe und Schätze. Dann kam es jedoch zum Eklat: Der Stamm gelbe Sonne hatte sich mit dem Stamm blaues Wasser gegen den Stamm rote Feder verbündet und dessen Heiligtum gemeinsam überfallen. Dies war natürlich ein Verstoß gegen die gebotene Fairness und wurde mit je 100 Punkten Abzug für gelb und blau geahndet. Diese drastische Maßnahme verfehlte ihren Zweck nicht, sodass darüber hinaus kaum noch Fairnesspunkte abgezogen werden mussten.
Nun wieder auf sich allein gestellt kämpften die Stämme tapfer bis zum Spielende um ca. 16.30 Uhr.
Während des Spiels gab es zum Glück nur einen medizinischen Notfall, der auch nicht durch unfairen Kampf, sondern durch Dornengestrüpp verursacht wurde, der jedoch leider mit Verdacht auf Bänderriss am Knie endete.
Die letzte Aufgabe der Stämme bestand nun darin, die restlichen Schätze aus dem eigenen Versteck zu holen, sie würden noch weitere Punkte einbringen.
Wieder am Brudergarten wurde ausgezählt. Bald wurde das Ergebnis verkündet: Wie zu erwarten hatten die Roten mit 77 Punkten vor den Blauen, 32 Punkte, und den Gelben, 16 Punkte, je nach Abzug der Fairnessstrafpunkte, gewonnen. Die Belohnung für die Sieger bestand darin, dass sie erste Wahl bei dem Kuchenbuffet hatten. Doch es reichte für alle tapferen Indianer, sodass jeder genug Kuchen bekam.
Bis zum Abendessen war noch etwas Zeit, da das Feuer zum Grillen einiges an Vorlauf benötigte um ausreichend heiß zu sein. Diese Zeit konnte jedoch problemlos mit singen, schaukeln, labern und raufen (für die Wöllis, die immer noch nicht müde waren) überbrückt werden.
Als Abendessen gab es dann Würstchen und Stockbrot zum selbst grillen, sowie Salate, Brot und natürlich auch Ketchup und Senf. Es war genug für alle da und jeder konnte sich ausgiebig satt essen.
Um 20.00 Uhr machten wir dann Abschluss für die Wöllis, die nun abgeholt wurden.
Der weitere Abend wurde von den Großen mit einer Singerunde bestritten. Außerdem gab es noch eine Neulingsaufnahme mit Andacht.
Müde gingen wir dann gegen Mitternacht in die Zelte um zu schlafen.
Am nächsten Morgen weckte uns strahlender Sonnenschein. Gemütlich konnten wir uns waschen und dann das Frühstück im Freien genießen.
Zu guter Letzt wurden die Zelte abgebaut und nach dem Abschluss um 11 Uhr verabschiedeten wir uns voneinander.
Wir haben zusammen einen ereignisreichen, anstrengenden und schönen Gautag mit großem Geländespiel erlebt, an den wir uns sicher noch gerne zurückerinnern werden.
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