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as Gaulager auf dem Rosskopf (25. - 28.05.2007)


Dieser Bericht von Johannes Küchle erschien am 15.03.2009 um 16:23 Uhr.

Freitag 25.5. Anreise:

Der Freitag des Gaulagers war wie üblich ganz dem Ankommen und Aufbauen auf dem Lagerplatz vorbehalten. Der Lagerplatz selber lag auf dem Rosskopf oberhalb von Oberwolfach. Wegen der langen Anreise dorthin, für die Südstämme über zwei Stunden, kamen die meisten zwischen 4 Uhr und 6 Uhr an. Das Wetter am Anreisetag war super, die Sonne schien, unterbrochen von einigen Wolken und es war sehr warm.
Das Gepäck wurde ausgeladen, und schon bald sah man überall Pfadis beim Pflöcke machen, Stangen sägen, Böcke binden und Zelte stellen. Außerdem musste der Bannermast des eigenen Stammes aufgestellt werden.
Gegen 9 Uhr gab es dann die Lagereröffnung, als die meisten Zelte schon standen. Alle wurden von Asse und Claudius, sowie den Lahrern, begrüßt und die üblichen Verhaltensregeln sowie der Tagesablauf des Samstages wurden besprochen. Nach der Andacht beendeten wir den Tag mit unserer Losung.

Samstag 26.5. Weitere Aufbau/ Pfadilauf/ Theaterabend:

Am Samstagvormittag stand nach Andacht und Frühstück noch einmal Aufbau auf dem Plan. Die letzten Zelte wurden gestellt, Feuerholz gemacht, die ein oder andere Hängematte konstruiert und Lahr stellte einen riesigen Dreibock für den Pizzaofen auf. Ansonsten war genug Zeit sich vom anstrengenden Aufbau zu erholen und alte Bekanntschaften im Gau aufzufrischen oder neue zu machen.
Gegen Mittag wurde es sehr heiß und schwül.
Nach dem Mittagessen trafen wir uns für den Pfadilauf. Es wurden Gruppen eingeteilt und danach verteilten sich die Gruppen auf der Strecke.
Die Lahrer hatten vielfältige Stationen aufgebaut.
Zwei standen unter der Überschrift erste Hilfe. Bei der einen musste man durchspielen, wie man sich zu verhalten hat, wenn man jemanden auf dem Boden liegend findet: Feststellen von Ansprechbarkeit, Bewusstlosigkeit, Puls, Atmung und die entsprechenden Maßnahmen bis hin zum Notruf und z.B. der stabilen Seitenlage. Erfreulich war hierbei welch großes Wissen gerade die Jüngeren auf diesem Gebiet hatten. Danach gab es je nach Vollständigkeit und Richtigkeit Punkte von null bis zehn. Die andere erste Hilfe Station befasste sich mit dem Bau einer Trage, mit Hilfe einer Rechtecksplane.
Weiter ging es mit der Station Kompass und Karte. Hierbei ging es darum die Karte einzunorden, eine Marschzahl festzustellen, sowie die vielfältigen Möglichkeiten Norden ohne Kompass zu bestimmen.
Nun kam eine der schönsten Stationen: Innerhalb von zwölf Minuten sollte die Gruppe Feuer machen, einen Pfannkuchenteig anrühren und auf dem Feuer einen Pfannkuchen zubereiten. Hierbei konnten vielfältige Zusatzpunkte errungen werden, z.B. durch Feuer machen ohne Streichhölzer, besondere Zutaten im Pfannkuchen oder Wenden des Pfannkuchens durch werfen. Natürlich zählte am Schluss dann auch Farbe, Form und vor Allem der Geschmack des Pfannkuchens. Das eindeutige Ergebnis am Schluss war: Pfadis können kochen!!!
Die nächste Station war der Hufeisenwurf, bei dem alle ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen konnten.
Die wohl schwerste Station war die Station Morsezeichen. Hier galt es einen Langen Text von Morsezeichen zu übersetzen. Nur eine Gruppe konnte diese knifflige Aufgabe vollständig lösen, doch auch die anderen Gruppen schafften es durchaus große Teile zu übersetzen.
Zum Abschluss des Pfadilaufs war noch einmal Teamwork gefragt: Ein A-Lauf musste bewältigt werden. Arbeitsgerät ist hierbei ein Zweibock mit Querbalken, der ein A formt. Nun muss einer aus der Gruppe auf diesen Querbalken steigen während anderen mit Seilen zu A-Spitze das A im Gleichgewicht hielten. So musste eine Strecke gelaufen werden und für Zusatzpunkte konnte noch eine beliebige Kür eingelegt werden.
Nachdem die letzte Aufgabe geschafft war, begaben sich alle wieder auf den Lagerplatz.
Nun war wieder etwas Freizeit bis zum Abendessen. Diese wurde vor allem faul verbracht, da es nun richtig schwül war.
Nach dem Abendessen trafen wir uns noch einmal in den Gruppen zum Theaterabend. Die Gruppen bekamen den Text des Pfingstwunders und sollten es schauspielerisch umsetzen. Dafür bekam jede Gruppe Vorbereitungszeit.
Dann führte jede Gruppe ihre Umsetzung vor. Es gab die tollsten Ergebnisse. Unvergessen wird der flitzende „heiliger-Geist-Superman“, der, gelangweilten Schülern euphorisch das Pfingstwunder erklärende Stefan, die cheerleadermäßige pantomimische Untermalung des Pfingstwunders, verschiedene schauspielerische Umsetzungen und vor allem die freieste Interpretation, ein Krippenspiel mit Ochs und Esel, Zewa-Rollen Engel und echtem Christkind bleiben. Nach diesen großartigen Aufführungen war eigentlich klar: Hier hatte niemand gewonnen oder verloren, alle hatten einen Preis verdient, und so bekam jeder ein Stück Pizza von den Lahrern.
Nach diesem turbulenten Tag fielen wir nach der Abendandacht müde in unsere Schlafsäcke uns ließen uns vom einsetzenden Regen in den Schlaf trommeln.

Sonntag, 27.5. Gottesdienst, Geländespiel, Aufnahmen:

Das Wetter am Sonntag war sehr durchwachsen: Es regnete, war auf einmal ziemlich kalt, später waren wir in den Wolken drin. Dennoch gingen alle recht motiviert in die letzte Runde des Programms, das Geländespiel.
Das Geländespiel wurde wieder in den Gruppen vom Vortag bestritten. Zunächst mussten wir jedoch eine gute halbe Stunde zum Ort des Geländespiels laufen.
Die Regeln des Geländespiels waren soweit recht einfach: Ein ca. 200m auf 100m großes, extrem steiles Waldstück war mit Holz von Stangengröße bis hin zu regelrechten Bäumen gespickt. Jedes Stück hatte eine Markierung, die eine Punktzahl von eins bis acht anzeigte. Die Aufgabe der Gruppe war nun, innerhalb von ca. 40 Minuten möglichst viele Punkte nach unten auf den Weg zum Gruppenleiter zu bringen.
Wichtig bei diesem Spiel war zum einen die Kraft und die Ausdauer der einzelnen Teilnehmer, aber natürlich auch die Teamarbeit und Absprache innerhalb der Gruppe.
Das Spiel war ein enormer Kraftakt, der aber erstaunliche Ergebnisse zeigte: in der kurzen Zeit wurde ungefähr so viel Holz aus dem Wald gezogen, wie für das ganze Lager an Brenn- und Bauholz nötig gewesen war. Eine unglaubliche Leistung und vielleicht eine Idee für die kommenden Holzschlagtermine…
Müde traten wir den Heimweg – bergauf!!! – an und freuten uns aufs Mittagessen.
Nach dem Mittagessen stand noch der Gottesdienst an. Dieser wurde von einer Lahrer Pfarrerin gestaltet und war sehr schön. Witzig war es, als alle auf die Frage, ob wir wüssten worum es eigentlich bei Pfingsten geht einstimmig bejahen konnten.
Unvergessen wird es auch bleiben, dass just während der Predigt endlich die Sonne zwischen den Wolken zum Vorschein kam.
Am späteren Nachmittag fanden noch eine GFS, ein Sippenführertreffen, sowie ein Planungstreffen für die Sommerfahrt des Gaus auf den Bundeshof statt. Ein weiterer Höhepunkt des Nachmittags war natürlich das Kaffee und Kuchenessen, das die Lahrer für alle sponserten.
Nach dem Abendessen ging es auf zum Schweigemarsch zur Einstimmung für die kommenden Aufnahmen.
Es gab zahlreiche Jupfi, Knappen und auch Späheraufnahmen, während das Pagodenfeuer super brannte.
Nach diesen gelungen Aufnahmen wurden die Singerunden mit einem gemeinsamen „Roter Wein im Becher“ eröffnet.
Noch lang in die Nacht wurde, unbeeinträchtigt vom Regen, in den Jurten gesungen und gefeiert.

Montag 28.5. Abbau/ Abreise:

Am Montagmorgen wurde nach einer später angesetzten Andacht noch gefrühstückt, bevor es an den Abbau ging. Im Regen mussten wir leider sämtliche Zelte klitschnass einpacken. Doch auch das bekamen wir hin und nach Lagerkette und Abschlusskreis, mit viel Dank für die Lahrer wegen des gelungenen Gaulagers, von dem uns allen sicher der ein oder andere Moment lange in Erinnerung bleiben wird, sangen wir noch das Bundeslied und verabschiedeten uns voneinander.
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